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Mittwoch, 6. Mai 2015

Etwas mehr Minimalismus im Reich der Prinzessin bitte!


Letzte Woche war mein lieber Mann etwas perplex, als eine Bestätigungsmail zu einer Bestellung für Flugzeugteile in unsere gemeinsame Mailbox flatterte. Als er sah, dass die Flugzeugflügel, Scheinwerfer und Propeller bloss 5 Euro und 10 Cent kosteten wechselte sein Blick zu beruhigt und erstaunt. 

Ich hatte LEGO Bausteine nachbestellt. 

Weil ich beschlossen habe, das etwas mehr Minimalismus in den Kinderzimmern einziehen muss. Also eigentlich vor allem im Zimmer unserer kleinen Prinzessin. Unter anderem sollen einige der Legoteile weggegeben werden – in mühseliger Kleinarbeit habe ich erarbeitet, welche Legobausteine denn bei den Teilen die weg sollen fehlen und habe diese nachbestellt (jetzt wisst Ihr warum ich in den letzten zwei Wochen keine Zeit zum Blog schreiben hatte – ich musste LEGO bauen!).

Ihr wisst ja, was mein Herumprobieren mit dem minimalistischen Lebensstil angeht – die restlichen Mitglieder unserer Familie versuche ich da nicht allzu sehr mit reinzuziehen. Ist ja schliesslich meine Sache. Mein Mann zieht da zwischendurch ganz von allein mit.

Ehrlich gesagt glaube ich, mein Mann empfindet es als Erleichterung, dass wir weniger Schnickschnack im Hause haben – wie er das nennt. Neulich ist mein Schwiegervater damit anerkennend herausgeplatzt: „Ihr habt echt nicht viel Unsinn rumliegen“. 

Männer können mit Schnickschnack in der Regel nicht viel anfangen. Nein, nicht nur das Männer Muskelmässig besser ausgestattet sind und uns Frauen in sportlicher Hinsicht fast überall toppen - Frauen haben es auch im Minimalismus schwerer als Männer: Wir sehen einfach viel mehr in den Dingen.

Aber ich schweife ab - zurück zum eigentlichen Thema: Etwas mehr Minimalismus im Kinderzimmer.

Ich würde ja jetzt gerne behaupten, dass ich mich dazu entschlossen habe, weil es ja schon rein erziehungstechnisch sinnvoll ist, den Kindern bereits im zarten Alter den Minimalismus näherzubringen. Sie zu lehren, in sich hineinzuhören, was sie WIRKLICH wollen – und was nicht. Nicht zu vergessen, dass ihnen so auch gleichzeitig dasselbe Schicksal erspart bleibt wie mir: Jahrelanges Ausmisten. (Warum nur geht Zeugs anschaffen praktisch unbemerkt vonstatten während das Ausmisten ewig dauert? Hä?)

Die letzten Wochen habe ich damit zugebracht mich durch gefühlte 67‘371 Legoteile zu wühlen und die richtigen zusammenzufügen. Klar dauert die Suche ewig, wenn die Teile nicht mehr vorhanden sind.

Und das hier sind die wahren (wenn auch etwas unheldenhafteren) Gründe, warum ich mich dazu entschieden habe jetzt puncto Minimalismus auch im Kinderzimmer der Kleinsten durchzugreifen:


  • Ich will nicht mehr an zig Kleinteilen vorbeibalancieren um die Wäsche im Kleiderschrank der Kleinen zu verstauen, und dann trotzdem in so ein Teil reinzutreten.
  • Ich will nicht mehr ständig rummotzen, dass die Kinder gefälligst ihr Zeug wegräumen sollen: Weniger Zeug – weniger Rumgemotze. (Meine Grossen haben diesen Zusammenhang schon ganz von alleine erkannt.)
  • Wenn ich mal genug habe von der Kleinen Chaotin und selber Zeug wegräume, will ich das schneller machen können.


Meine Grossen beiden haben das schon ganz und gar begriffen. Meine grosse Maus bittet mich zwischendurch, mit ihr auszumisten. Mein Grosser lässt mir da lieber freie Hand (was auch nicht so ideal ist). Meine grosse Tochter will einzig ihr Telefon haben, dann Rest sagt sie, brauche sie nicht. Der Sohnemann will bloss seinen Fussball haben, der Rest kann alles weg – sagt er. Tatsächlich haben die beiden wenige Sachen in ihren Zimmern. Blöd nur, dass schon ganz wenig Dinge ausreichen, um ein perfektes Chaos zu kreieren…

Trotzdem, ein Vorteil bleibt: Das Aufräumen geht ratzfatz – und wenn ich die beiden Grossen zum Zimmeraufräumen auffordere machen sie das einfach (na ja – meistens jedenfalls). Weil`s ja eigentlich ganz schnell geht. (Oder weil sie kein Rumgemotze hören wollen ?!)

Jetzt müssen wir nur noch die kleine Prinzessin so hinkriegen :).





So, ich gehe jetzt wieder LEGO sortieren. Ein paar der Teile werden verschenkt. Dann sind es bei uns nur noch 23‘489 Kleinteile auf die man drauftreten kann… Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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