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Sonntag, 13. April 2014

Entrümplungsaufgabe #10: Ei, ei, ei – Ostern steht vor der Tür!



Und damit auch eine der Dekowellen, welche uns durchs ganze Jahr in regelmässiger Frequenz aufsuchen. Für mich eilen diesen Dekowellen immer kleinere Stresswellen voraus: Alle erwarten, dass man alles schön dekoriert hat. ALLE. Die Kinder. Die Schwiegermutter. Die lieben Verwandten und natürlich auch der Besuch inkl. dessen Kinder, die während den kommenden Feiertagen zum Brunch bei uns eintrudeln.


Okay. Nicht ALLE. ICH. Ich DENKE dass ALLE das von mir erwarten. Diese unübertrefflich super-süsse Deko – da ist es wohl mal an der Zeit, umzudenken.

Da ich also diese Woche sowieso vorhatte den ganzen Dekobrimbam vom Dachboden zu holen damit alles schön ostermässig und –hasig bei uns aussieht, dachte ich mir, das ist eine passende Gelegenheit um diese Woche die Osterdeko zu entrümpeln. Wobei, diesmal gibt’s Ausnahmnsweise gleich zwei Entrümpelaufgaben:


  1. 10 Dekodinge entrümpeln
  2. Dekorieren nach dem Motto: Es geht nicht darum, was die anderen von meiner Deko denken, sondern ob sie uns gefällt und ob uns das dekorieren Spass macht. Was nicht gefällt und keinen Fun-Faktor hat wird weggelassen.


Ausserdem gilt folgende Regel: Nix neues mehr wird jetzt noch dazugekauft sondern es wird aufgebraucht was da ist. Wenn was fehlt, heisst es: Kreativ sein!

Wir haben’s heute schon ein Bisschen ausprobiert und gleich auch noch in die Weihnachtsdekokiste reingegriffen (die steht bei uns gleich neben der Kiste mit dem Osterzeugs) - ich finde, die Weihnachts-Oster Kombi hat einen richtigen "Wild-Western Touch" –  es gefällt, ist richtig einfach und hat eine Menge Spass gemacht :-) :




Und den passenden Hut im Westernstyle haben wir auch noch auf dem Dachboden entdeckt:


HaPpY Osterwoche wünsche ich Euch!

Sonntag, 6. April 2014

Entrümplungsaufgabe #9: Konten, Karten & Klubmitgliedschaften



Das liebe Geld. Geld ist eine tolle Erfindung. Deshalb heisst die Entrümplungsaufgabe diese Woche:


  •  Bankkonten auflösen und zusammenlegen, die nicht benötigt werden. Damit werden der Verwaltungsaufwand und der Papierkrieg reduziert und die Steuererklärung ist dann die nächsten Jahre auch um einiges schneller ausgefüllt ;-). Ausserdem lassen sich unter Umständen Kontoführungsgebühren sparen.
  • Jene Mitglieds-/Prozentkarten aus Lebensmittelläden und anderen Geschäften welche wir nicht regelmässig nutzen abmelden. Da diese nur unnötige Werbung mit noch unnötigere Versuchungen mit sich bringen. Jene welche wir regelmässig nutzen soweit möglich auf dem iPhone ablegen, so dass man die Dinger auch dabei hat, wenn man im Laden steht.(Dafür gibt's ja inzwischen ein paar äusserst praktische Apps).
  • Unbenutzte Klub- und Vereinsmitgliedschaften (und wenn ich schon dabei bin auch Abos von ungelesenen Zeitschriften) endlich kündigen. Der gute Vorsatz mit den regelmässigen Besuchen im Fitnesscenter lässt sich auch durch Joggen im Wald/Park ersetzten. Ist eh viel schöner draussen, find‘ ich. Oder aber im Winter mit einem 10er Abo für’s Schwimmen im Hallenbad. Ist günstiger als ein ungenutztes Jahres Abo und läuft in der Regel nicht ungenutzt nach einem Jahr aus.


Das Geld eine tolle Erfindung ist hat bereits der Minmalismus-Pionier Henry David Thoreau gesagt.

Und es stimmt. Stellt Euch mal vor, was wir alles auf den Markt schleppen müssten, um es dort gegen die Objekte unserer Begierde umzutauschen. Und was, wenn jene, welche die Objekte unserer Begierde anbieten, nicht gegen unseren – in ihren Augen Krempel – nicht tauschen wollten?

Das wäre ja schon eine schwierige Sache. Also fertig mit dem Gezeter gegen Geld. Das Prinzip Geld ist an und für sich eine tolle Erfindung.

Das Problem ist ein ganz anderes: Wenn wir was verkaufen, dass uns lieb und teuer ist, fragen wir uns doch im Nachhinein oft: Hätte ich eine höhere Geldsumme dafür verlangen können? Habe ich vielleicht doch „unter Wert“ verkauft?

Wenn wir was kaufen wollen, sind unsere Gedanken um 180° gedreht: Hätte ich es irgendwo in besserer Qualität zu einem günstigeren Preis kriegen können?

Der Frust und die mit dem Frust verbundene Ausschüttung von Stresshormonen ist vorprogrammiert; denn die Antwort auf diese Frage lautet in der Regel „JA!“ . Zum Beispiel wenn man nur genug Zeit verstreichen lässt und die Angebote fleissig weiterverfolgt.

Alles ist uns zu teuer. Achtet Euch mal darauf, wie oft die Diskussionen bei dem Thema Geld genau in diese Richtung laufen. Selbst wenn wir nicht am Existenzminimum leben und wir uns die meisten Objekte unserer Begierde für genau DEN Preis den sie haben ohne mit der Wimper zu zucken leisten können. Bei solchen Diskussionen ist meine Antworte nicht selten: Nö, für mich stimmt das nicht. Ich finde den Preis dafür viel zu niedrig.

Wenn es darum geht, zu entscheiden, ob etwas für meinen Geschmack den „richtigen Preis“ hat - ja es ist wahr: Was der richtige/angemessene Preis für etwas ist, ist eine zum grossen Teil rein subjektive und von den Lebensumständen des Urteilenden abhängige Grösse – stelle ich jeweils folgende zwei Überlegungen an:

  1. Für welchen Preis würde ich das verkaufen, wenn ich es selbst herstellen/beschaffen müsste?
  2.  Kriegen alle an der Herstellung/Beschaffung beteiligten Menschen den angemessenen Lohn für Ihren Beitrag?
Bei den meisten Dingen, die ich denn so kaufe, finde ich persönlich, dass sie den richtigen Preis haben oder sogar eher zu billig sind. Da gibt es so einige Gemüse- und Früchtesorten in unserem Gärtchen das wir seit letztem Jahr haben, die wir gehegt, gepflegt haben und auch ernten durften, mir aber doch so ein bisschen die Augen bezüglich der angemessenen Preise dieser Köstlichkeiten geöffnet haben…bei der Wasserschlepperei und Unkrautjäterei, die wir hatten! Der Genuss unserer Ernte war dafür umso grösser. Und natürlich wurde plötzlich viel pingeliger darauf geachtet, dass möglichst nix von den kostbaren Erträgen in den Mülleimer wandert.

Wenn man Dinge zu billig einkauft und auch ständig darauf gepocht wird, dass alles noch viel, viel billiger sein sollte, tragen wir dazu bei, dass ALLES BILLIGER WIRD: Auch die Art und Weise, wie wir Menschen untereinander und mit unseren Ressourcen umgehen.

Also, versucht doch mal bei Eurem nächsten Einkauf die Preise aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Interessanter wird’s wenn ihr zu zweit oder mit der Familie unterwegs seid. Dan könnt ihr Eure Preise mal vergleichen….

Viel Spass bei Eurem nächsten Einkauf!


Mittwoch, 2. April 2014

Hole Dir INsPiRaTioN!



Egal, wie fest überzeugt ich auch vom minimalistischen Lebensstil bin, manchmal fällt es mir echt schwer etwas wegzugeben. Obwohl ich haargenau weiss, dass ich es nicht brauche. Ganz und gar nicht.

Und zeitweise kommt es mir vor wie ein kleiner „Adrenalinkick“, wenn ich etwas fortgebe. Das „hört“ sich jetzt so niedergeschrieben irgendwie doof an – aber wie soll man dieses Gefühl besser beschreiben? Wenn man kurz davor ist etwas wegzugeben, das man garantiert nicht mehr braucht, und doch ist da dieses Teufelchen, dass auf der linken Schulter lauert und Dir ins Ohr raunt: „Tu‘s nicht, du könntest es bereuen! Vielleicht brauchst Du es ja doch plötzlich noch. Was ist, wenn schwierigere Zeiten auf Dich zukommen?“. Mich erinnern diese Situationen dann immer an das Teufelchen, dass jeweils auf meiner rechten Schulter sitzt kurz bevor ich mit einer waghalsigen Achterbahn fahre (oder nehmt eine andere für Euch mit Adrenalinausschüttung verbundene Situation  - ich bin da ziemlich zart besaitet seit ich Mama geworden bin) und mir ebenfalls ins Ohr flüstert: “Tu’s nicht, du könntest es bereuen! Was ist wenn das Ding zusammenstürzt, oder die Sicherheitsgurte nicht halten?“. (Geht das eigentlich nur mir so oder kennt ihr so was auch – ich meine jetzt das Achterbahn fahren*grübel*?). Echt jetzt. So in etwa ist das bei mir bei einigen Dingen, bevor ich sie weggeben, sprich, „loslassen“ kann. 

Und überhaupt – wo bleiben eigentlich all die lieben Engelchen mit ihrer Unterstützung? Halten die etwa alle ein gemütliches Nickerchen auf Wolke sieben? Die haben den Minimalismus wohl schon ganz und gar verinnerlicht…*hrmpf*.

Das ist manchmal ein echt langwieriger Prozess (gefolgt von „am liebsten würde ich jetzt gleich alles auf einmal rausschmeissen“). Wieso nur um Himmels Willen hängt man so sehr an seinem Hab und Gut? Was hat sich die Natur bei der Entwicklung dieser Emotionen gedacht? Einen evolutionären Vorteil muss dieses Festhalten und Verteidigen von Dingen auf die man bei genauerem betrachten ohne mit der Wimper zu zucken verzichten kann ja haben – sonst wären diese Emotionen ja wohl nicht so fest in uns verankert, oder!? Ich setzte jetzt mal voraus, dass das nicht nur mir so geht. Und ich arbeite ja hier daran.

Was ich tue, um in so einem Fall die Teufelchen erfolgreich von meinen Schultern zu verscheuchen? Ich hole mir INSPIRATION.
Wo? Na - im Netz. Ist einer der Gründe für diesen Blog. Hoffe, er erfüllt auch seinen Zweck ;-) .
Wo genau? Zum Beispiel Google ich nach „tiny houses“.

Ich LIEBE diese schnuckeligen Häuschen!


  • Weil sie so klein sind.
  • Weil sich die Hausarbeit darin ruck-zuck erledigen lässt.
  • Weil ich es in so einem Häuschen garantiert endlich mal schaffen würde, ALLES so eingerichtet zu haben, wie ich mir das vorstelle.
  • Weil sie zu unglaublicher Kreativität inspirieren.
  • Weil sie erschwinglich sein können. Theoretisch kann man so ein Häuschen GANZ kaufen und man hat dann freie Logie. Das möchte‘ ich mal haben. Irgendwie irre anzunehmen, man zahlt Geld für ein Stückchen Land und dann gehört es einem ganz und gar und man ist keinem mehr dafür monatlich etwas schuldig (ausser natürlich die Steuern die anfallen).


Toll. Ich beschwere mich hier gerade, weil ich unser Heim zu gross finde. Richtig minimalistisch eben ;-).

ICH WILL AUCH SO EIN HAUS. In dem der Haushalt ruck-zuck erledigt ist.

Und schon hat es geklappt: Die Entrümpelmotivation ist wieder zurück, alle Teufelchen haben sich verkrochen – weiter geht’s.

Hier eine Seite, wo ihr selbst nach Eurem Tiny-Home-Favoriten suchen und Euch dabei Inspiration holen könnt. Man muss sich ja nicht selbst so ein Häschen wünschen – es reicht aus meiner Sicht der blosse Anblick/Gedanke daran, mit wie wenig man eigentlich auskommen könnte, um sich zu einem einfacheren Leben inspirieren zu lassen.

Ich könnte mir ewig diese süssen Tiny Homes angucken. Jetzt ist aber Schluss damit: Ich bin dann mal weg - entrümpeln. Schliesslich sollte unser Hab und Gut ja dann auch mal in so ein Häuschen rein passen - wenn wir denn mal eines bauen sollten - oder?!